Die Max-Planck-Diät … erfolgsversprechend oder Unsinn

Kohlenhydratarme Ernaehrung

Bei dieser Diät handelt es sich um eine proteinreiche, kohlenhydratarme Ernährung, die vorwiegend aus Eiern, Obst, Salat und Fleisch besteht. Das bekannte Max-Planck-Institut distanziert sich aber eindeutig von dieser Diät. Der Plan bei dieser Diät ist im Verlauf von vierzehn Tagen neun Kilo abzunehmen.

Was geschieht bei der Max-Planck-Diät

Pro Tag werden zwei bis drei Mahlzeiten zu sich genommen. Wie bereits erwähnt werden in dieser Zeit nur proteinhaltige Nahrungsmittel wie Eier, Fleisch, Salat und Obst gegessen. Auf kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Nudeln, Reis und Kartoffeln wird während dieser Zeit verzichtet, dar die Diät sonst keinen Erfolg mit sich bringt. Auch Alkohol ist für zwei Wochen ein Tabuthema.

Beispiel für einen Ernährungsplan

1. Tag: Zum Frühstück gibt es eine Tasse Kaffee ohne Zucker, mittags zwei hart gekochte Eier mit nur wenig Salz und zum Abendessen zwei gebratene Beefsteaks beziehungsweise ein gegrilltes Steak. Als Beilage darf ein grüner Salat oder Sellerie gegessen werden.

2. Tag: Am zweiten Tag besteht das Frühstück aus einer Tasse Kaffee ohne Zucker und einem Brötchen. Mittags gibt es zwei gekochte Eier, etwas grünen Salat und Tomaten. Zum Abendessen gibt es dann gekochten Schinken mit Salat.

3. bis 7. Tag: An diesen Tagen verläuft die Nahrungszufuhr ähnlich. Mohrrüben, Kohlrabi, Radieschen, Käse, Joghurt, Hähnchen und Fisch sorgen für etwas Abwechslung. Auch in der zweiten Woche wiederholt sich dieser Speiseplan, durch dessen strikte Einhaltung man innerhalb von zwei Wochen neun Kilogramm abnehmen kann. Angeblich lässt sich durch die Umstellung des Stoffwechsels das Gewicht drei Jahre lang halten und bei gesunder Ernährung natürlich auch länger.

Vorteile dieser Diät

Keine

Nachteile der Max-Planck-Diät

Obwohl diese Diät sehr vielversprechend ist, warnen Experten vor dieser Art der Diät, dar diese zu einseitig ist. Diese Art der unausgewogenen Ernährung kann einen Vitalstoffmangel an essentiellen Fettsäuren, Kalzium, Jod und Ballaststoffen hervorrufen. Der hohe Eiweißanteil und Cholesterin dieser Diät bildet einen Risikofaktor für Nierenfunktionsstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch Gichtanfälle wurden im Zusammenhang mit dieser Diät beobachtet. Die Idee hinter dem Konzept neun Kilo innerhalb kürzester Zeit abzunehmen ist doch sehr fragwürdig. Auch die Angaben über die Stoffwechselveränderung sind nicht realistisch. Um auf gesunde Art das Körpergewicht zu reduzieren, sollte die Ernährung längerfristig umgestellt werden. Bei dieser Diät wird keine langfristige Umstellung der Ernährung erstrebt. Angeblich soll man sich nach zwei Wochen genau wie vor Beginn der Diät ernähren können. Das Ziel der Diät ist es nicht sich bewusster und gesünder zu ernähren und auch andere wichtige Faktoren wie Ausdauer- beziehungsweise Kraftsport werden dabei nicht berücksichtigt.

Mundpropaganda

Die Zusicherungen dieser Diät haben dafür gesorgt, dass diese sich durch Mundpropaganda und online sehr rasch verbreitet hat. Der Erfinder dieser Diät ist bis heute unbekannt. Fest steht nur, dass der deutsche Physiker Max Planck mit dieser fragwürdigen Diät nichts zu tun hat. Auch das Max-Planck-Institut distanziert sich ausdrücklich von dieser Diät und warnt sogar davor, dar diese Diät als gesundheitlich gefährlich eingestuft wird. Bedauerlich schlagen viele diese Warnung in den Wind, dar das versprochene Resultat einfach zu verlockend erscheint.

Ungenaue Maßangaben

Besonders verwirrend bei der Max-Planck-Diät sind die ungenauen Maßangaben. Wie viel Gramm vom Huhn, Schinken und Früchten sind erlaubt? Natürlich sättigen eiweißhaltige Lebensmittel besonders gut und lang anhaltend. Aber die Gefahr besonders beim Obst (hoher Fruchtzuckeranteil) mehr zu verzehren ist hierbei sehr groß. Besonders fragwürdig erscheint das Essverhalten am 7. Tag, bei dem man viel und fast alles essen darf. Von dieser Art der Ernährung hat schließlich jeder eine andere Vorstellung. Der eventuelle Gewichtsverlust ist letztendlich ja auch von dem individuellen Stoffwechsel und der Bewegung im Alltag abhängig.

Fazit

Das Versprechen dieser dubiosen Diät innerhalb von zwei Wochen neun Kilo abzunehmen, was pro Tag ca. siebenhundert Gramm wären, ist völlig unrealistisch. Selbst wenn man den ganzen Tag „gar nichts“ zu sich nimmt, reduziert sich das Gewicht höchstens um fünfhundert Gramm, bei denen es sich auch hauptsächlich um Wasser handelt. Eine dauerhafte Gewichtsreduzierung ist mit einer längerfristigen Ernährungsumstellung und sportlicher Betätigung nicht nur gesünder, sondern auch von längerem Erfolg gekennzeichnet.

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